Liebe ist...
Gib AIDS KEiNE CHANCE!
Als erstes mal eine Geschichte über ein Mädchen.Dieses Mädchen freute sich schon riesig auf ihren Sommerurlaub in Spanien! Dort angekommen genoss sie eine tolle Zeit. Sie lernte sogar einen netten Typen kennen, mit dem sie gleich zusammenkam!!! Eines Abends lagen die beiden am Strand und küssten sich leidenschaftlich! Doch es blieb nich bem Küssen! Der Typ wollte unbedingt mit ihr schlafen! Nach langem Hin und Her war sie uch einverstanden damit und zog ein Kondom aus der Tasche! Doch der Junge weigerte sich dies zu benutzen, so verbrachten sie eine wunderschöne Liebesnacht am Strand, jedoch ohne Verhütungsmittel!! Am nächsten Tag war es dann soweit und das Mädchen musste ihre Ferienliebe verlassen! Sie küsste sich noch innig und verabschiedeten sich! Kurz vor Abfahrt flüsterte der Typ dem Mädchen noch ins Ohr wie verliebt er sei, und wie schön diese Liebesnacht war. Dann gab er ihr noch ein kleines Päckchen, auf dem stand: "Erst im Flugzeug öffnen!!!" Sie fiel ihm in die Arme und wollte nicht mehr loslassen, doch wie es das Schicksal so wollte fuhr sie mit ihren Eltern gemeinsam - und ohne ihren Lover- zum Flughafen. Sie war mächtig gespannt was nun in dem Päckchen sei und konnte den Abflug gar nicht mehr erwarten! Sie malte sich die wunderschönsten Dinge aus! Und als es dann endlich soweit war und sie das schöne Geschenkpapier aufriss, das Päckchen öffnete, wusste sie nicht mehr was sie machen sollte! Drinnen lag eine grauenhafte tote Ratte und ein kleiner Zettel , auf dem stand: WELCOME TO THE AIDS-CLUB

....VERGISS NIEMALS ZU VERHÜTEN!....


2.te Story:
Es war einmal ein Junge, der mit einer Krankheit geboren wurde. Eine Krankheit, für die es keine Heilung gab. Und das mit 17 Jahren, jeden Moment könnte er sterben. Immer lebte er in seinem Haus, zurückgezogen, unter der Aufsicht seiner Mutter. Doch das reichte ihm bald und er beschloss bloß ein einziges mal auszugehen. Er bat seine Mutter um Erlaubnis und sie gewährte es ihm. Als er so durch sein Viertel spazieren ging, sah er eine Menge Geschäfte. Als er an einem Musikgeschäft vorbeiging und in die Auslage sah, fiel ihm die Anwesenheit eines wunderschönen Mädchens in seinem Alter auf. Es war Liebe auf den ersten Blick. Er öffnete die Tür und trat ein ohne etwas anderes anzusehen als sie. Immer mehr näherte er sich dem Tresen, an dem sie stand. Sie sah ihn an und lächelnd sagte sie: "Kann ich dir mit etwas helfen?" Während er dachte, dass dies das schönste Lächeln war das er in seinem Leben gesehen hatte. Er verspürte das Verlangen sie zu küssen in eben diesem Moment. Stotternd sagte er zu ihr: Ja, eeehhh, uuuhhh... ich würde gerne eine CD kaufen. Ohne zu denken, nahm er die erstbeste, die er sah und gab ihr das Geld. "Möchtest du, dass ich sie dir einpacke?" fragte das Mädchen, wieder lächelnd. Er antwortete ja, und nickte mit dem Kopf und sie ging nach hinten ins Lager um dann mit einem eingewickelten Paket zurückzukommen und es ihm zu geben. Er nahm es und verließ das Geschäft.
Er ging nach Hause, und seit diesem Tag an, besuchte er das Geschäft jeden Tag um eine CD zu kaufen. Immer wickelte sie das Mädchen ein, und er nahm sie dann nach hause mit und legte sie in einen Kasten. Er war zu schüchtern um das Mädchen einzuladen, mit ihm auszugehen und obwohl er es versuchte, konnte er nicht.
Seine Mutter bemerkte das bald und versuchte ihn dazu ermuntern dass er es sich traue, so dass er am nächsten Tag sich ein Herz fasste und zu dem Geschäft ging. Wie jeden Tag kaufte er eine CD, und wie immer ging sie nach hinten, um sie einzuwickeln. Er nahm die CD und als sie nicht hersah, hinterließ er schnell seine Telefonnummer am Tresen und lief aus dem Geschäft raus.
......Ringggg!!!
Die Mutter hob ab: "Ja?", Es war das Mädchen, sie
fragte nach ihrem Sohn; die Mutter, vollkommen verstört fing zu weinen
an als sie sagte: "Was? Weißt du es nicht? ... Er ist gestern gestorben."
Es war ziemlich lang still, bis auf die Klagelaute der Mutter.
Später betrat die Mutter den Raum des Sohnes um sich an ihn zu erinnern.
Sie beschloss damit anzufangen, sich seine Wäsche anzusehen und so
öffnete sie den Kasten.
Zu ihrer Überraschung türmten sich dort ein Berg eingepackter CDs.
Nicht eine war ausgepackt.
Es machte sie neugierig so viele zu sehen und sie konnte sich nicht
zurückhalten : Sie nahm eine und setzte sich aufs Bett um sie anzusehen;
als sie das tat fiel ein kleines Stück Papier aus der Plastikhülle.
Die Mutter nahm es um es zu lesen und es stand drauf:
"Hi!!! Du bis total süß möchtest du mal mit mir ausgehen? Ich hab
> > dich total lieb.... Sofia."
Vor lauter Emotion öffnete die Mutter noch eine und ein weiteres
Papier fiel heraus, aus verschiedenen CDs..... auf allen stand das
Gleiche...

3.te Story:
In dieser Geschichte geht es um ein Hundebaby dessen Namen Lea ist:
Die Geschichte von Lea

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.
Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern.
Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht.
Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen.
So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst.
Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche......
wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.
Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh.
Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.
Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen, sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme.
Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.
Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Jetzt wird alles gut ! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen.
Ich heiße jetzt Lea.
Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe.Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.
Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich.
Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien.
Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.
Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will.
Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht.
Vater und Mutter sprechen über mich.
Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "nichts machen".
Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht.
Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.
Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ? War ich böse ? Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten!
Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand.
Der Tisch beim Tierarzt ist kalt.Ich habe Angst!
Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.
Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.
Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gott sei dank, der Schmerz geht zurück.
Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.
Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück!
So sage ich meiner Menschenfamilie "Auf Wiedersehen"
Auf die Einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.
Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.
Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.
Lea



Diese Geschichte finde ich auch sehr traurig genau wie die anderen die weiter oben stehen und die die folgen werden...
Was du bist

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen: Hundebabys zu verkaufen.
Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: "Für wieviel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer
meinte "zwischen 30 und 50 Dollar"
Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich sie mir anschauen?"
Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts
hinunter,
gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, ersichtlich weit hinter den Anderen. Sofort sah der Junge
den
humpelnden Kleinen. Er fragte "Was fehlt diesem kleinen Hund?" Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde,
der Tierarzt
meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines Lebens humpeln.
Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte "den kleinen Hund möchte ich kaufen".
Der Mann antwortete "nein, den kleinen Hund möchtest du nicht kaufen. Wenn du ihn wirklich möchtest, dann schenke
ich ihn
dir."
Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte "Ich möchte ihn nicht geschenkt
haben.
Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen Ich gebe Ihnen jetzt
die
2,37 Dollar und 50 Cents jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe."
Der Mann entgegnete: "du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können
wie die
anderen kleinen Hunde"
Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes,
verkrüppeltes
linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange.
Er sah zu dem Mann hinauf und sagte: " naja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis
für ihn hat."
Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "mein Sohn, ich hoffe
und bete,
dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."
Im Leben kommt es nicht darauf an, wer Du bist;
sondern dass jemand Dich dafür schätzt, was Du bist, Dich akzeptiert und liebt!


Die nächste Geschichte ist wie ein Brief geschrieben es bricht mir echt das herz wenn menschen so grausam sein können...

Ich hatte dich lieb...

Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - Hurra !
Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am Straßenrand gehalten. Die Tür ging auf, und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen.
Als ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam und legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr.
Aber du bist nicht gekommen...
Dann wurde mein Käfig geöffnet, nein, du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod!
Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen, ich will, dass du weißt, dass ich dich trotz allen Leidens, das du mir angetan hast, mich immer noch an dein Bild erinnere.
Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn

Ich hatte dich lieb...


Und hier ein Aufruf in Gedichtform:
Aufschrei der Tränenlosen
Hund mit abgeschnittenen Ohren,
einmal wurde ich nur geboren,
wollte Freund, Gefährte sein,
warum lässt Du mich allein,
angebunden, blutend, kalt,
tief im dunklen Tannenwald?
Pferd mit aufgeschlitztem Leibe,
steh‘ verletzt ich auf der Weide,
wollte nutzen, wollte leben,
dir und anderen Freude geben.
So verlorst du dein Gesicht,
dein Gewissen sei Gericht
für all‘ meine Not und Pein
Partner Mensch, ich sage: n e i n !
Geschundenes Rind auf Viehtransport,
stehend bis zum fernsten Ort,
Leib an Leib, erschöpft, kein Heu,
gebrochene Beine, keine Streu,
nirgends eine Tier-Raststätte,
wenn ich doch nur Wasser hätte!
Wie kannst so unbeseelt du sein,
Partner Mensch, ich sage: n e i n !
Und wir, geplagtes Federvieh,
in der Legebatterie,
nirgends Gras und Sonnenschein
und kein Platz fürs zweite Bein,
auch wir Tiere im Labor
stimmen ein in diesen Chor,
wie unbarmherzig kannst du sein,
Partner Mensch, ich sage: n e i n !
Ein Beutel Mietzekatzen
zwischen Hausmüll und Matratzen,
halb erstickt und tief verborgen,
wollte man uns so entsorgen.
Sind denn alle inhuman,
nimmt sich keiner unsrer an?
Hört uns niemand ängstlich schrein?
Partner Mensch, ich sage: n e i n !
Eng ist es in dem Riesenraum,
stehen, gehen kann ich kaum,
bin noch klein und viel zu dick,
Ferkel in der Mastfabrik.
Zwar leb‘ ich ohnehin nicht lange,
jedoch ist mir ganz furchtbar bange
vor Viren und Elektrozange.
Millionen kleiner Ferkel schrein:
Partner Mensch, ich sage: n e i n !
Versetze dich in unsere Lage,
diese Schmerzen, diese Plage,
alles für Gewinn und Geld.
Gilt dieses nur auf unsrer Welt?
Ob bei einem Tausch der Rollen
wir euch wirklich retten sollen?

Mensch, lass diesen Rat dir geben:

Übe Ehrfurcht vor dem Leben!
Du bist verloren, wenn wir schrein:
N ein N ein N ein !!!


Lass dir diese Geschichten und Gedichte mal ganz genau durch den kopf gehen bei einigen bin sogar ich schwach geworden und musste weinen,wenn ich daran denke wie gut es mir,meinen freunden und meinem hund geht

Dein Hund

Wenn alle dich meiden und hassen,
ob mit oder ohne Grund,
wird einer dich niemals verlassen
und das ist dein treuer Hund.
Und würdest du ihn sogar schlagen,
ganz herzlos und ohne Verstand,
er wird es geduldig ertragen
und leckt dir dafür noch die Hand.
Nur Liebe und selbstlose Treue
hat er für dich immer parat!
Er beweist es dir täglich aufs neue,
wie unsagbar gern er dich hat.
Nennst du einen Hund dein eigen,
wirst du nie verlassen sein
und wirst du vor Einsamkeit schweigen,
du bist doch niemals allein.
Wird einst dir der Tod dir erscheinen
und schlägt dir die letzte Stund`,
wird einer bestimmt um dich weinen
und das ist dein treuer Hund.
Drum schäme dich nicht deiner Tränen,
wenn einmal dein Hund von dir geht!
Nur er ist, das will ich erwähnen, ein Wesen, das stets zu dir steht.


Nicht die Anzahl der Tage, die ein Tier gelebt hat, zaehlt, sondern die Spuren, die es in Deinem Herzen hinterlassen hat!


Regenbogenbrücke
(The Rainbow Bridge)
Eine Bruecke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die Bruecke des Regenbogens.
Auf der einen Seite der Bruecke liegt ein Land mit Wiesen, Huegeln und saftigem gruenen Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde fuer immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschoenen Ort.
Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warmes, schoenes Fruehlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund; sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen:
sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages ploetzlich eines von ihnen innehaelt und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz gross! Ploetzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt ueber das gruene Gras. Die Fuesse tragen es schneller und schneller: es hat DICH gesehen!
Und wenn Du und Dein Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest: Dein Gesicht wird gekuesst, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann ueberschreitet Ihr gemeinsam die Bruecke des Regenbogens, und Ihr werdet nie wieder getrennt sein.

Brief an Herrchen
Hurra, ich freue mich. Mein Herrchen richtet sein Auto her, wo ich doch so gerne mit ihm fahre. Wie ich hörte, soll es in den Urlaub gehen, ich weiß zwar nicht was das ist, aber da meine ganze Familie freudig ist, muss es etwas Schönes sein. Es wurde viel gepackt und dann ging es los. Ich durfte meinen gewohnten Platz einnehmen und los ging es. Wir fuhren und fuhren, mir fielen die Augen zu, da plötzlich hielten wir an. Ich war sofort wach, mein Herrchen rief mich und begann mit mir zu spielen. Er warf meinen Ball immer weiter und weiter. Langsam wurde ich müde, denn es war sehr heiß, und auch immer langsamer. Als ich auf den Platz kam, waren auf einmal Herrchen und Auto weg.
Ich suchte verzweifelt den Platz ab, aber ich konnte mein Herrchen nicht finden. Hunger und Durst meldeten sich und nette Menschen gaben mir Futter und Wasser, andere waren so böse, dass sie mich verjagten und sogar Steine nach mir warfen.
Es wurde Nacht und kühl, ich war sehr traurig, trotzdem fielen mir die Augen zu und ich schlief ein. Am Morgen als ich aufwachte, hoffte ich, dass Herrchen meine Abwesenheit bemerkt hatte, doch es kam ein fremder Mann, der mich mit einer Schlinge fing und warf mich auf eine Wagen, auf dem sich schon einige Hunde befanden. Es roch nach Angst und Trauer. Als der Wagen voll war, fuhren wir los, schon nach kurzer Zeit lud man uns aus und sperrte uns in einen Übel riechenden Käfig. Ich war so traurig, dass ich weder fraß noch trank, sondern mich in einen Winkel legte und einschlief. Ich hatte einen schrecklichen Traum, obwohl ich erst zwei Winter erlebt hatte, so gerne mit meinen Herrchen spielte und mich meines Lebens freute, sollte ich sterben. Erschreckt wachte ich auf, es war schon hell und ich musste erkennen, dass der Traum Wirklichkeit wurde. Wir wurden in einem Raum geführt, indem es nach Tod roch.

Vielleicht, liebes Herrchen, sehen wir uns irgendwo wieder. Ich werde dich freudigst begrüßen und an deine Vergesslichkeit gar nicht denken, denn du wirst bestimmt nach mir gesucht haben und mich nur nicht gefunden haben.
Ich habe Dich so lieb.


Die Bitte eines Hundes !
Viele Jahre durfte ich Dein treuer Begleiter sein. Du hast schon als du mich beim Tierheim / Zuechter abholtest meine Liebe gewonnen, ich lief dir zu und du nahmst mich in Deine Arme. Du hast Dir viel Mühe gegeben aus mir einen wohlerzogenen Hund zu machen, in Kursen, die du mit mir besuchtest lernte ich viel, aber auch viele Hundefreunde kennen. Wichtig war mir, dass du viel gespielt hattest, ich habe dabei auch gewonnen. Du hast nie mit mir geschimpft oder mich gar geschlagen, wenn eine Übung von mir nicht gleich verstanden wurde. Unsere Bindung, wie die Kursleiter sagten, dabei war es Liebe, wurde immer inniger, wir wurden unzertrennliche Freunde, in Freud und auch Leid. Stolz ging ich mit dir spazieren und freute mich ebenso wie du, wenn ich ob meines gepflegten Aussehens und meiner Folgsamkeit, manchmal war sie nur dir zu liebe, bewundert wurden.
Nun meine letzte Bitte an dich. Die Zeit ist vergangen, du wurdest älter und ich alt. Ich bin zwar noch immer folgsam, aber das Spiel und der Spaziergang wird halt schon immer langsamer. Aber du verstehst mich ja, bist du doch viele Stunden, auch in der Nacht, nach einem Tierarztbesuch, wenn ich Schmerzen hatte, bei mir gewesen und die Schmerzen wurden gleich besser. Wir waren eben Freunde.
Wenn nun mein Hundeleben zu Ende geht, bitte ich dich, wenn es dir möglich ist, mich auf den letzen Weg zu begleiten. Mein letzter Blick sollen Dir gelten bevor meine Augen brechen.
Sei nicht so traurig, wenn du einen Freund, vielleicht den besten, verloren hast.
Leb wohl !


"Niemals fand ich Menschenliebe, wo keine Tierliebe war.
Wer das Leben wahrhaft respektiert, respektiert auch das Tier,
denn das Leben wurde uns beiden von Gott geschenkt."
Konrad Lorenz


Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran ermessen, wie sie die Tiere behandelt.
(Mahatma Gandhi)

Alles was der Mensch den Tieren antut,
kommt auf den Menschen zurück!
(Pythagoras)

"Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei." (Leo Tolstoi)

Die Tiere leben in der Hölle,
und die Menschen sind ihre Teufel.
Arthur Schopenhauer, 1840

Haben Tiere eine Seele und/oder Gefühle, kann nur fragen, wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.
Dr. Eugen Drewermann, Theologe u. Psychologe, 14.02.02

Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform der menschlichen Geisteskrankheit
Theodor Heuss

Was uns so fest mit Hunden verbindet, ist nicht ihre Treue, ihr Charme oder was es sonst noch so sein mag, sondern die Tatsache, daß sie nichts an uns auszusetzen haben.
Unbekannt

„Alle Wesen teilen sich die Gabe des Lichts, des Lebens und der Wärme.
Daher darf niemand glauben, dass die Gabe nur für ihn bestimmt sei
und niemand darf einem Anderen verweigern,
sich an diesen Gaben zu erfreuen.“
Johnston, Manitu

Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum.
Er ist nur ein Teil des Ganzen.
Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die des Ausbeuters.
Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht.
Onondaga

Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein,
um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns
zu vergelten.
Christian Morgenstern

Als die Erde mit all ihren Lebenwesen erschaffen wurde,
war es nicht Absicht des Schöpfers,
dass nur Menschen auf ihr leben sollten.
Wir wurden zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern
in diese Welt gesetzt, mit denen, die vier Beine haben,
die fliegen, und mit denen, die schwimmen.
All diese Lebewesen, auch die kleinsten Gräser und die größten Bäume, bilden mit uns eine große Familie.
Wir alle sind Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.
Aus der Danksagung der Irokesen


Diese Geschichte ist sehr lang, aber ich bitte euch, dass ihr euch die Zeit nehmt sie zu lesen


Sigrid Bojert
Lucky
(Alb-) Traum eines Hundelebens
Lucky lebte wie Millionen anderer Vierbeiner in einer Familie. Genauer gesagt, früher - als er noch ein Welpe war - da war es noch eine richtige Familie - so mit Mama, Papa und mit Tim, seinem besten Freund.
Sein Freund ist Tim auch heute noch! Wenn er doch bloß wieder mehr Zeit für ihn hätte. Denn seit Mama und Tim alleine leben, ist nichts mehr so wie es mal war. Mama geht schon morgens aus dem Haus, um Geld zu verdienen, wie sie sagt, damit Tim und er auch immer etwas zu futtern haben. Tim, ja der geht morgens auch früh weg. In die Schule. Er muß eine Menge lernen, damit er später auch einmal viel Geld verdienen kann. Nachmittags muß er seine Hausaufgaben machen, danach die Wohnung aufräumen und einkaufen. Abends geht er dann zum Fußballspielen oder zu seinen Freunden. Da bleibt für Lucky kaum Zeit.
Einmal war Tim krank. Er war so krank, daß Mama ihn in ein Haus brachte, wo ganz viele Kranke waren. Mama weinte und war ganz durcheinander. Lucky ging zu ihr und leckte ihr die Hand. Aber Mama schien es gar nicht zu bemerken. Sie murmelte vor sich hin: Wenn Tim morgen operiert wird, dann bringe ich ihm noch heute das Plüschschweinchen vorbei, welches ich gestern im Kaufhaus gesehen habe. Es soll sein Glückschweinchen sein und ihm im Leben als Talisman viel Glück bringen. Lucky verstand von alledem nichts und ging traurig in sein Körbchen, weil Mama - ohne eines Blickes ihn zu würdigen - fortging, um das Schweinchen zu kaufen.
II.
So vergingen die Tage und Lucky war nun noch mehr allein. Ab und zu ging er mal in den Garten, um zu sehen, was so auf der Straße los war. Seine Hundefreunde kamen mit ihren Herrchen und Frauchen vorbei auf dem Weg zum Park, wo sie früher alle gemeinsam stundenlang gespielt hatten. Ach wie gerne wäre er mit ihnen gegangen! Und so schaute er sehnsüchtig hinter den anderen her und kratzte aus Langeweile Löcher in den Boden. Das eine Loch, ganz nah am Zaun war bald so groß, daß er schon ganz leicht den Kopf unter den Latten durchstecken konnte. Von hier aus konnte er ohne Mühe die Straße entlang bis zum Park schauen, wo er auf der Wiese seine Freunde toben sah.
Und dann, oh welches Glück kam Tim - sein Freund Tim - endlich wieder nach Hause. Wie hatte Lucky sich auf diesen Moment gefreut. Tim sah auch wieder ganz gesund aus und unterm Arm trug er sein Glückschwein. Doch schon sehr bald bemerkte Lucky, daß Tim ihn gar nicht mehr beachtete. Stundenlang saß Tim am Fenster, lächelte vor sich hin während er hinausschaute und streichelte dabei sein Glückschein, welches er immer mit sich herum trug. Lucky war verzweifelt, denn auch Mama kümmerte sich nicht mehr um ihn, sondern nur noch um Tim. Manchmal vergaß sie sogar, sein Futter hinzustellen.
So überlegte Lucky, wie er es wohl anstellen könnte, daß alles wieder so würde wie früher, wo alle ihn lieb hatten, mit ihm spielten und schmusten. .....Und dann, dann hatte er die Idee!
Tim war doch glücklich, wenn er stundenlang zum Fenster hinaus schaute weil er dabei lächelte. Denn wer lächelt der freut sich und wer sich freut, der ist auch glücklich. Das wußte er ganz genau, denn wenn er früher zwischen seinen Menschen über die Wiese tobte und dabei vor lauter Übermut mit allen Vieren gleichzeitig hin und her hopste, dann lachten sie alle und waren glücklich.......und er war auch glücklich, weil seine Familie es war!
Ganz einfach wäre das Problem zu lösen, dachte Lucky, wenn er doch auch ein Glückschwein wäre, dann würde Tim ihn in den Arm nehmen und streicheln. Er wäre bei seinem Freund und sie wären glücklich! Beide!
III.
Da fiel ihm ein, daß Mama im Schrank so einen alten rose-farbenen Pullover mit Kapuze hatte. Am nächsten Tag, als Mama gerade zum Einkaufen gegangen war und Tim wieder einmal lächelnd zum Fenster hinausschaute, schlich er sich in Mamas Schlafzimmer. Zum Glück war die Schranktür nur angelehnt, so daß es ein Leichtes für ihn war, sie aufzudrücken. Nach kurzem Suchen fand er den Pullover. Er lag zusammengefaltet ganz unten im Schrank. So konnte Lucky ihn mit spitzen Zähnen herauszuziehen. Dann legte er ihn glatt auf den Boden und kroch auf dem Bauch an ihn heran. Mit spitzer Schnauze hob er das Bündchen hoch und so schaffte er es schließlich nach ein paar vergeblichen Versuchen, sich in den rose-farbenen Pullover hineinzurobben. Die Vorderpfoten steckte er rechts und links in die Ärmel und schüttelte sich einmal kräftig, damit die Kapuze auch über seinen Kopf fiel. So schaute er sich prüfend in Mamas Spiegel an und gefiel sich schon ganz prima. Die Ärmel waren wohl ein wenig lang aber der Pullover reichte bis zur seinem Stummelschwanz und die Kapuze war so groß, daß er gerade noch mit seinen Augen drunter durch schauen konnte. Aber irgend etwas fehlte noch! ..... Ja richtig, eine schöne rosane Schweineschnauze würde ihm gut zu Gesicht stehen. Und da fiel es ihm auch schon ein, daß Mama gerade gestern erst so einen neuen schönen runden Schwamm gekauft hatte. Und der war? .....richtig! Rosa!
In rasantem Tempo konnte der kleine Junge, wenn er denn gerade nicht lächelnd mit seinem Glückschwein auf dem Schoß aus dem Fenster geschaut hätte, eine rosane Gestalt durch den Flur ins Bad huschen sehen. Lucky schnappte sich den Schwamm und knabberte mit seinen Zähnen zwei Löcher hinein. Den Schwamm in der Schnauze huschte er wieder zurück in Mamas Schlafzimmer, um sich nun im Spiegel zu betrachten. Perfekt dachte er, und war glücklich, denn er gefiel sich in seinem neuen Kostüm saumäßig gut.
IV.
Da Tim immer noch an seinem Platz saß und Mama auch noch nicht zu Hause war, dachte sich Lucky, er wolle die Zeit nutzen und einen kleinen Ausflug machen, um zu überprüfen, ob sein Kostüm tatsächlich so gut war, daß die Leute ihn für ein Glückschwein halten würden. So verschwand er ungesehen durch den Garten unter dem Zaun hindurch. Er wußte, wenn dieses Experiment klappte, dann würde er ab sofort als Glückschwein immer bei seinem Freund Tim sein können und gesteichelt werden. Bei diesem Gedanken spürte er in sich ein unendliches Gefühl des Glücks .
Was er jedoch nicht wußte: Im ganzen Land war seit einigen Monaten in den Zeitungen, im Fernsehen und auch im Radio immer wieder die Rede von ein paar Rosahunden, die Menschen und auch Hunde gebissen, verletzt ja sogar getötet haben sollten. Dazu wurden im schönsten Rosa diese Hunde in überdimensionalen Fotos gezeigt. Die Bilder von gähnenden Hunden, bei denen man eindruckvoll Rachen und Zähne sehen konnten wie auch die Überschriften glichen sich landauf, landab. Es war die Rede von der rosanen Gefahr und daß die Menschen vor der dieser Rasse von Killerhunden geschützt werden müßten.
Aber von all dem ahnte Lucky als ganz normaler Familienhund nichts, als er frohgemut in seinem Glückschwein-Kostüm auf die Straße trat. Er trottete zunächst ganz gemächlich in Richtung Park, um seine Freunde zu besuchen.
V.
Es waren auch tatsächlich einige da, die ihn zunächst recht mißtrauisch betrachteten. Da Lucky nach Schweineart zur Begrüßung in den höchsten Tönen quiekte, waren die anderen Vierbeiner äußerst verwirrt Sie zogen sich etwas zurück und beratschlagten, was sie denn davon halten sollten. Einer meinte, das müsse wohl eine neue Schweinerasse sein: Recht klein und mager mit Stummel- statt Ringelschwanz, aber die Farbe stimmt und quieken tut es auch! Vielleicht können wir mit ihm ein wenig spielen!
So rannten die Hundefreunde auf den neuen Spielgefährten zu, um ihn zum Spaß ein wenig vor sich herzutreiben. Lucky, der das Hundeknäuel auf sich zufliegen sah, erschrak ganz fürchterlich. Vor lauter Angst überrannt zu werden und beim Toben sein Kostüm zu verlieren, rannte er so schnell er konnte weg, denn er wollte sein Geheimnis ja schließlich nicht verraten. Er lief immer schneller und erleichtert konnte er nach einer Weile feststellen, daß seine Hundefreunde in dieser Geschwindigkeit nicht mithalten konnten und nicht mehr zu sehen waren.
VI.
Laut hechelnd saß er auf dem Bürgersteig und schaute sich um. In seiner Eile hatte er gar nicht bemerkt, daß er in Richtung Innenstadt gelaufen war und mit Schrecken stellte er fest, daß er er beim Rennen - weil er ja schließlich auch mal Luft holen mußte - seine schöne rosane Schwamm-Schweine-Schnauze verloren hatte.
Auch hatte er völlig die Orientierung verloren. Hier in der Gegend war er in seinem ganzen Leben noch nicht gewesen. Es blieb ihm wohl nichts anderes übrig als irgendwie den Weg nach Hause zu finden. Vielleicht könnte er ja unterwegs mit einem hundefreundlichen Menschen in Kontakt treten. Wenn der die Telefon-Nummer an seinem Halsband sah, dann würde er bestimmt Zuhause anrufen und Mama würde ihn abholen. Und plötzlich sehnte er sich ganz doll nach seiner Familie und dem Körbchen mit seiner Decke. Auch fiel ihm ein, daß es heute abend noch etwas besonders Gutes zum Abend-Fresschen geben sollte.
So kam es, daß Lucky in seinem Glückschwein-Kostüm den Weg durch die belebte Innenstandt nach Hause suchte. Sehr bald jedoch wunderte er sich über das eigenartige Verhalten der Menschen.

VII.
Alle die ihm entgegen kamen, hatten Schreck geweitete Augen, ruderten hektisch mit den Armen und rannten eiligst hinüber auf die andere Straßenseite oder um die nächste Häuserecke. Gerade kam eine Frau mit Kinderwagen genau auf ihn zu. Sie war mit ihrem Baby beschäftigt und hatte ihn wohl nicht bemerkt. Aus einem Fenster über ihr schrie eine hysterische Stimme: Vorsicht! Schnell, schnell! Da kommt eine von diesen Bestien! Ein Rosahund! Die junge Frau wurde leichenblaß, rieß ihr Baby aus dem Wagen und verschwand mit einem Satz im nächsten Hausflur.
Lucky, der vertrauenvoll und freundlich - mit seinem Stummelschwanz heftig wedelnd - auf die Frau zugelaufen war, erschrak ganz gewaltig, als die schwere Haustür mit einem Rumms ihm genau vor der Nase zugeknallt wurde. Ratlos stand er da und wußte gar nicht, was er davon halten sollte, hatte er doch nur die Frau mit dem süßen kleinen Baby begrüßen wollen.
Während er noch so überlegte, wie er denn jetzt nach Hause kommen sollte - langsam bekam er Hunger - kamen von hinten ein paar Jugendliche, die von der anderen Straßenseite die Flucht der jungen Frau beobachtet hatten, langsam herüber. Die Gesichter der Jungs schauten nicht gerade freundlich aus, als Lucky sich zu ihnen umdrehte. Wenn nicht sein Hunger schon recht quälend gewesen wäre, hätte er um die drei Gestalten einen Bogen gemacht, aber so dachte er, vielleicht wissen sie, wie ich Nachhause komme oder haben wenigstens ein Würstchen für mich.
VIII.
So ging er zwar zögernd aber freundlich wedelnd auf die Gruppe zu und erschrak sich fast zu Tode, als ihn ganz unvermittelt ein Stein am Kopf traf. Für einen Moment wurde ihm ganz schwindelig und als er sich eine Sekunde später wieder aufgerappelt hatte, sah er die drei schon über sich. Ehe er noch klar denken konnte, erhielt er von einem Knüppel einen derartigen Schlag auf den Rücken, daß er unter dem Schmerz zusammenbrach.
Die Jugendlichen schrien und grölten:Diese Rosahund-Bestien müssen vernichtet werden. Das Volk muß vor diesen Killermaschinen geschützt werden. Die müssen endlich vernichtet werden! Einer aus der Gruppe, der zufällig einen Benzinkanister bei sich trug, hatte die zündende Idee: Hey Leute ist es nicht schon ganz schön dunkel geworden, sollten wir die Straße für die Leute die alle an den Fenstern stehen nicht ein bißchen besser erleuchten? Mit diesen Worten öffnete er den Kanister. Ein wenig von der übel riechenden Flüssigkeit tropfte auf das Glückschwein-Kostüm von Lucky der immer noch auf dem Boden lag und vor Schmerzen wimmerte. Dieser ekelhafte Gestank ließ ihn seine letzte Kraft zusammennehmen. Mit einem Satz stand er wieder auf seinen Pfoten und trotz seiner Schmerzen, rannte er um sein Leben.
Er rannte und rannte, als wollte er bis ans Ende der Welt. Lange Zeit traute er sich nicht, sich umzuschauen, weil er Angst hatte, die Jugendlichen seien noch hinter ihm. Die jedoch waren ihm gar nicht nachgelaufen sondern hatten nur gelacht und waren frohgelaunt und grölend wegen der geilen Abwechslung ihrer Wege gegangen. Doch so schnell er auch lief, der widerliche Gestank haftete an ihm. Ihn wurde er einfach nicht los, ebenso wie die Angst, die sich in seiner Hundeherzen breit machte.
IX.
Irgendwann, es war bereits ganz dunkel geworden, kam er an einem Spielplatz vorbei, der in Anbetracht der späten Tageszeit völlig leer war. Er war müde, sein Rücken tat ihm so weh, daß er kaum noch laufen konnte, und so beschloß er, sich unter dem Holzboden eines Klettergerüstes in den weichen Sand eine Mulde zu scharren und sich dort bis zum kommenden Morgen hinein zu legen. Trotz seines Hungers schlief er auch sofort ein.
Am nächsten Morgen wurde er durch das schrille Geschrei eines etwas dreijährigen Mädchens jäh aus dem Schlaf gerissen. Mama, Maaamaaa, schau mal ein gefährlicher Rosahund ohne Maulkorb! Lucky verstand die Welt nicht mehr. Er konnte einfach nicht verstehen, warum die Leute sich so hysterisch benahmen, denn er wollte nur eines: Einen netten Menschen finden, der ihn zu seinem Freund Tim brachte. Aufgeschreckt durch das Gezeter der Kleinen und durch die schlechten Erfahrungen des Vortages beschloß Lucky sich vorsichtshalber ins nächste Gebüsch zurückzuziehen. Seine Schmerzen im Rücken waren über Nacht nicht weniger geworden und so humpelte er von dannen.
In der Zwischenzeit hatte die Mutter ihr Kind in Sicherheit gebracht und per Handy die Polizei angerufen:Sie müssen sofort kommen! Auf dem Spielplatz an der Hauptstraße läuft ein agressiver Rosahund herum. Als meine Tochter ihn fand, hat er sie gleich angegriffen. Ich konnte mein Kind gerade noch retten. Sie müssen die Bestie sofort erschießen, damit er nicht noch Kinder zerfleischen kann.
X.
Ein paar Minuten später fuhren zwei Streifen- und zwei Mannschaftswagen vor. Lucky konnte aus seinem Versteck beobachten, wie ganz viele grün bekleidete Menschen aus den Autos ausstiegen. Die meisten von ihnen hielten längliche Gegenstände hoch, die vorne ein Loch hatten. Sie hatten sich im Halbkreis aufgestellt und kamen immer näher. Hinter dieser grünen Front hüpfte ein Mann mit einer Fotokamera ganz aufgeregt umher. Lucky kannte so etwas von den Sonntags-Ausflügen.
Man hatte einen Reporter gerufen, der sich die einmalige Chance nicht entgehen lassen wollte, der Menschheit in Wort und Bild die Vernichtung eines gefährlichen Rosahundes - selbstverständlich medienwirksam auf gemacht - zum nächsten Frühstück zu servieren. Das würde die Auflagenstärke der Zeitung und auch sein Gehalt erheblich erhöhen.
Lucky verstand das alles nicht. Ihm war trotz seines rosa Pullovers kalt und er wollte jetzt nur noch nach Hause. So raffte er sich auf und trat ganz langsam aus dem Gebüsch. Im gleichen Moment hörte man von weit hinten ein Raunen einer großen Menge Schaulustiger. Da seht nur, die Bestie! Auf was wartet Ihr noch, erschießt sie doch endlich, bevor sie noch einen von uns anfallen kann! Gleichzeitig rissen die Grünen die länglichen Gegenstände hoch und man hörte das ununterbrochene Surren des Motors der Fotokamera.
XI.
Lucky war müde. Er war sooo müde und hatte plötzlich Angst vor den Menschen. Früher waren alle freundlich zu ihm. Was war bloß geschehen? Er war doch immer noch der gleiche! Er war doch immer noch Lucky! Er legte sich mitten auf den Weg. Die Schnauze auf den Boden. Er wußte nicht, was nun geschehen würde und wartete geduldig auf das, was da kommen sollte. Hoffentlich würde er bald nach Hause zu Mama und Tim können.
Der Kreis der Grünen mit ihren komischen länglichen Gegenständen wurde immer enger. Doch Lucky blieb liegen. Weglaufen hatte keinen Zweck, das erkannte er ganz genau. Die grüne Mauer schien undruchdinglich. Schräg vor ihm jedoch teilte sie sich plötzlich und auf ihn zu kam ein junger Mann mit einer Stange, an deren Ende eine Schlaufe befestigt war. Der junge Mann hatte freundliche Augen und sprach mit ruhiger Stimme zu Lucky:Komm mein Junge, jetzt bringe ich Dich erst mal weg hier. Du frierst und hast bestimmt auch Hunger. Deine Wunde am Kopf muß auch mal angeschaut werden.
Lucky war glücklich, endlich wieder einen freundllichen Menschen gefunden zu haben und schaute dem jungen Mann vertrauensvoll entgegen. Er bewegte sich nicht, nur sein Stummelschwanz wedelte zaghaft. Man legte ihm die Schlinge um den Hals und zog sie an. Ohne Widerstand ging Lucky mit dem jungen Mann mit. Der führte ihn an der grünen Mauer vorbei zu einem Transporter. Die meisten der grünen Männer beobachteten diese Aktion mit haßerfüllten Augen. Nur bei ganz wenigen bemerkte Lucky ein unruhiges Flackern.
XII.
Der Hundefänger brachte ihn schließlich nach längerer Autofahrt in ein Industriegebiet und hielt vor einer großen Halle. Hier war er noch nie gewesen und er wußte auch nicht was er hier sollte. Daß das nicht der Weg nach Hause war, hatte Lucky bereits erkannt. Aber er vertraute dem jungen Mann, der würde ihm bestimmt bald helfen.
Als er dann jedoch durch eine Art Schleuse die Halle betrat, verschlug es ihm den Atem:
Lucky konnte nicht glauben, was er dort sah. In dem riesigen Raum waren auf dem Betonboden Reihen von Käfigen montiert worden.. Einer neben dem anderen!. Und in jedem dieser Käfige saß ein Rosahund. Wie gesagt, Lucky hatte von der Kampagne gegen Rosahunde bisher nichts mitbekommen. Aber beim Anblick dieser Menge, vor Aufregung laut bellender Rosahunde schaute er entsetzt an sich herunter. Er hatte immer noch Mamas alten rose-farbenenen Pullover als Glückschwein-Kostüm an. Zwar war der nun schon etwas schmutzig und nach Benzin stank er auch, aber rosa ist nunmal rosa, mußt sich Lucky eingestehen.
Mit Entsetzen erkannte er, daß er warscheinlich niemals mehr zu seiner Familie nach Hause kommen würde. Und in seiner Not fing er an zu jaulen. Er jaulte und jaulte all seine Not aus seiner Hunde-Seele hinaus. Alle Rosahunde waren plötzlich still und hörten ihm zu. Doch der junge Mann konnte Lucky leider nicht verstehen. Denn sonst hätte er Lucky schreien hören können: Neeeeiiiiiin! Nein, ich bin gar kein Rosahund, ich wollte doch nur ein Glückschwein werden. Ich wollte nur wieder beachtet werden. Ich wollte nur wieder geliebt und gestreichelt werden! Woher wollt Ihr wissen, daß ich agressiv bin? Nur weil ich rein zufällig rosa bin? Schaut mir doch in die Augen, Ihr Menschen! Ich bin kein Rosahund! Ich bin doch der liebe Lucky!
Doch sein herzzerreißende Jaulen nützte Lucky gar nichts. Der junge Mann schob ihn mit einem Tätscheln in einen freien Käfig. Danach schloß er die Tür mit den Worten:Tut mir leid, mein Junge, ich kann Dir leider nicht helfen. Die Gesetze sind nun mal so! Die Politiker haben beschlossen, daß die Stadt von Rosahunden befreit wird.
XIII.
Nun saß Lucky da in seinem neuen Domizil. Er hatte sich an die Zwinger-Stäbe gequetscht und schaute in das gleißende Licht der künstichen Beleuchtung. Von hier aus konnte er weder das Blau des Himmels noch das Grün der Natur, das er so sehr liebte, sehen. In seinem neuen Zuhause gab es nur eine Holzpalette. Vergeblich suchte er eine weiche Decke, wie sie ihm Mama immer in sein Körbchen gelegt hatte. Auch ein Bällchen fand er nicht.
Müde, verzweifelt und immer noch hungrig, denn für die morgendliche Fütterung war er zu spät eingeliefert worden, rollte er sich in einer Ecke seines Käfigs zusammen. Er wollte nur noch eines, ganz schnell einschlafen, um dem nagenden Gefühl von Hunger und Einsamkeit zu entfliehen. In seinem Traum sah er seinen Freund Tim auf ihn zulufen. Die Freude war riesengroß. Endlich, endlich wieder beisammen. Er sprang an dem Jungen hoch und der nahm ihn ganz fest in die Arme. Von hinten aus dem Nebel heraus tauchte dann auch Mama auf mit einem ganzen Teller duftender Würstchen.
Nachdem er sich den Bauch damit vollgeschlagen hatte, hörte er von irgendwo her die vertraute Stimme von Papa: Na, Lucky, sollen wir jetzt im Garten mit dem Bällchen spielen? Lucky drehte sich mehrmals um sich selbst, weil er nicht erkennen konnte, woher die Stimme kam. Er hatte seinen Papa schon so lange Zeit nicht mehr gesehen! Als er hörte:Na komm doch mal her!, vernahm er das Klappern einer Tür. Während er langsam wach wurde und in das künstliche Licht blinzelte, mußte Lucky jedoch erkennen, daß es sich hierbei nicht um die Terassentür handelte sondern um die Zwingertür seines Käfigs. Vor ihm stand der junge Mann und ein älterer mit einer Brille auf der Nase. Er wußte nicht, wer das ist, aber den Geruch kannte er von den jährlichen Impfterminen beim Tierarzt.
XIV.
Der Brillenmensch hatte ihn genau untersucht, auch das Halsband, auf dem sein Name u. die Telefon-Nr. standen. Für sein Fell hatte er sich ebenfalls interessiert. Er hatte seinen Körper abgetastet und dabei gestutzt. Dann hatte er den rose-farbenen Wollstoff hochgehoben und darunter gefühlt.
Er nahm sein Blatt zur Hand, schob seine Brille zurecht und zog die Stirn kraus. Lange beugte er sich so über die Seite, bis ein Ruck durch ihn hindurch ging und während er vor sich hin murmelte: Sicher ist sicher....man weiß ja nie!, notierte er:
lfd. Nr. der Liste: 487
Chip-Nr. des Hundes: bei Aufnahme keine
Name des Hundes: Lucky
zu vermitteln als: Kat.1
geschätztes Geburtsjahr: ca. 1997
Rasse: Rosahund (?)
Geschlecht: m
Aufnahme Halle am: 20.08.
Was Lucky nicht wußte: Dieser Ruck, der da durch den Brillenmenschen hindurch gegangen war, sollte sein ganzes weiteres Leben entscheiden.
XV.
Wortlos verließ der Bebrillte den Käfig und der junge Mann verriegelte die Tür hinter ihm. Er blickte Lucky freundlich an und sagte zu ihm:Leider kann ich Dir nicht helfen, die Gesetze sind nun mal so. Aber Kopf hoch, mein Junge, es wird schon werden! Dadurch schöpfte Lucky wieder ein wenig Hoffnung. Wenn mein neuer Freund das sagt, wird es sicher stimmen, dachte er. Warum sollte er ihn auch anlügen, wo er doch immer ein freundliches Wort für ihn hatte.
So verging ein Tag nach dem anderen. Es war immer der gleiche Lärm durch das Gebell der unglücklichen Hunde. Es war immer das gleiche künstliche Licht. Lucky hatte im Laufe der vielen Wochen und Monate schon fast vergessen wie schön das Licht der Morgensonne sich in den Tautropfen der Gräser spiegelte. Er träumte oft davon, eines Tages wieder mit seiner Familie durch den Garten zu hüpfen und er wünschte sich nichts sehnlicher als bei ihnen und mit ihnen zusammen glücklich zu sein.
Doch jedes Mal wachte er irgendwann wieder auf und war immer noch in dieser schrecklichen Halle.
XVI.
Inzwischen hatte man ihn auch einem Wesenstest unterzogen. Dazu wurde er von anderen Hunden und auch von Menschen bedroht. Er sollte an einem Kinderwagen mit schmutziger Windel vorbeigehen, aus dem ein von einem Gerät für Hundeohren völlig verzerrtes Babygeschrei kam. Man spannte einen Regenschirm in nächster Nähe vor ihm au und viele verwunderliche Dinge mehr..
Doch Lucky ließ alles gelassen über sich ergehen. Oftmals schien es so, als sei er schon gar nicht mehr hier.
Obwohl er den Wesenstest bestens bestanden hatte, wurde er wieder in seinen Käfig in der Halle gesperrt. Was Lucky nicht wußte und was ihn hätte endgültig verzweifeln lassen. Er konnte nie wieder zu seiner Familie zurück.
Man hatte seine Mama und seinen Freund Tim für unzuverlässig erklärt, weil sie nicht gut genug auf ihn aufgepasst hatten, da er ausbrechen konnte.
So saß er wieder für eine lange Zeit in seiner Zelle und träumte sich so oft es eben ging in eine bessere Welt. Das jedoch gelang ihm immer seltener. Er konnte sich kaum noch an Mama und Tim erinnern. Er war mutlos, einsam......
XVII.
Eines Tages wachte er auf. Irgend etwas war heute anders! Das Bellen der Rosahunde war aufgeregter als sonst! In der Luft lag eine seltsame Spannung.
Der junge Mann und der Brillenmensch gingen langsam durch die Reihen und schauten sich die Hunde aufmerksam an. Zu jedem Hund wurde ein Buchstabe notiert. Entweder ein V oder ein E. Bei Lucky angekommen, sagte der Bebrillte: Tja, an sich sieht der ja noch ganz ordentlich aus! Keine Leckekzeme - und entzündete Augen hat er auch nicht!. Aber dieser Stummelschwanz! Coupierte Schwänze sind eben nicht mehr gefragt. Auch wenn der Hund den Wesenstest ohne Abstriche bestanden hat, aber die Leute halten Hunde mit abgeschnittenen Schwänzen für noch viel gefährlicher. Den kriegen wir nicht vermittelt!
Zu dem jungen Mann gewandt sagte er:Notieren sie ein E!.
Damit war die Begutachtung zu Ende und Luckys Leben auch.
Am nächsten Tag wurde er mit mehreren anderen Hunde abgeholt. Als er auf dem Tisch lag und die Injektion in seiner Vene spürte, leckte er dem Bebrillten die Hand..........
.....während er sich mit Papa, Mama und seinem Freund Tim in dem feuchten Gras liegen sah, in dessen Tautropfen sich das Licht der Morgensonne spiegelte.
*Ende*
Diese Geschichte ist entstanden aus Fragmenten von (Zeitungs)-Berichten, die sich mir auf- grund ihrer Ungerechtigkeit und Grausamkeit unauslöschlich ins Gehirn eingebrannt haben.
Jede Ähnlichkeit mit Begebenheiten und Handlungsweisen
aus Gegenwart und Vergangenheit sind rein zufällig gewollt...
..auf das sich jeder mit einem noch so kleinen Funken Gewissen
und Verstand angesprochen fühlen möge.
Die Verwendung und Weitergabe der Geschichte (unter Angabe des Autors)
in ungekürzter Fassung zum Zwecke der Aufklärung ist ausdrücklich gewünscht.
22.02.2002 Sigrid Bojert


Der Seestern
Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging, sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und ins Meer warf. Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue. Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen bleiben.

"Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und tausende Seesterne liegen hier", erwiderte der Alte. "Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du dich abmühst?"

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er: "Für diesen hier macht es einen Unterschied!

Lieber Leon,
Du bist nun schon drei Jahre tot, und ich vermisse Dich noch immer sehr, dein glückliches Schwanzwedeln, wenn ich von der Arbeit kam und du mit einem Spielzeug in der Schauze auf mich gewartet hast. Dein ausgelassenes Spielen, wenn wir spazieren waren. Dein treuer Blick, wenn ich dich gestreichelt habe. Du hast viel Kummer erlebt in deinem Leben, und ich hoffe, das letzte Jahr, das du zusammen mit uns verbringen durftest, war glücklich. Das du erst 5 Jahre alt bist, und Kerngesund, haben sie uns im Tierheim gesagt. In Wirklichkeit warst du bereits 10, und ein unaufhörlich wachsender Tumor in deinem Bauch hat dich letztendlich das Leben gekostet, für uns war das alles ein Schock- denn wir hatten noch so viel vor,wir glaubten ja, du seiest jung und gesund. Das du nur knapp ein Jahr bei uns warst, ist sehr schade, ich hätte dich gerne länger bei mir gehabt, dich im Arm gehalten,geknuddelt, mit dir geredet, gespielt.Am Tag, bevor du starbst, hast du dich noch so gefreut mich zu sehen, bist mit uns spazieren gegangen, obwohl du kaum noch krauchen konntest.Als wir dann am nächsten Tag gemerkt haben, das es mehr als nur eine schlechte Phase ist und der Tierarzt uns sagte, was wirklich mit dir los war, haben wir alle geweint.Die Erlösung durftest du am Abend erfahren, als eine sehr nette Tierärztin zu uns nach Hause kam. Du durftest zu Hause sterben- in meinen Armen bist du für immer eingeschlafen.
Aber das alles ist nun schon lange her. Ein Bettlaken von den vielen, die du zerfetzt hast, habe ich immernoch- ebenso dein Spielzeug, ich habe es nicht übers Herz gebracht, es wegzuschmeißen. Manchmal denke ich noch, wenn ich deinen Namen rufe, dann kommst du angeschlichen und guckst mich mit deinen braunen Augen an- aber du kommst nicht mehr- nie mehr.... Du warst ein treuer Freund, sanftmütig und gut, trotz allem was du erlebt haben musst, hast du uns dein Vertrauen geschenkt-dafür danke ich dir sehr. Sogar mit den Katzen hast du dich gut verstanden, hast dich gefreut sie zu sehen, und sie sogar aus deinem Napf fressen lassen- du warst schon ein besonderer Hund und ich vermisse Dich. Ich hoffe, das es dir gut geht, wo du jetzt bist und eins sei ganz Gewiss- Ich werde dich nie vergessen.
In Liebe J.

Verängstigt, voller Scham und Angst sitz ich in der Ecke, mache mich ganz klein, mich darf doch keiner sehen. Drücke die Hand von meinem Zwillingsbruder ganz doll, zu doll, es tut ihm sicher weh. Doch er sagt nichts, lässt mich nicht los, lässt mich nicht allein. Er will mich beschützen, doch kann er es nicht, ist doch noch viel zu klein, grad erst vier, und doch schon so ernst, so schweigsam, so traurig. Er kann nix machen, genauso wenig wie ich. Ich muss weinen, er sieht mich an, "Nicht weinen!" sagt er und doch laufen ihm selbst die Tränen übers Gesicht. Kann nix machen, hilflos, machtlos, zu klein! Die Tür geht auf, er ist da, Papi ist zu Hause. Hab Angst! Drücke die Hand fester zu, darf das nicht zu doll, es tut ihm doch weh, lasse etwas locker. Bitte nicht, bitte, bitte nicht, geht es mir immer wieder durch den Kopf. Doch es ist sinnlos, es wird passieren, wieder passieren, so wie jeden Tag, Er ist da. Gleich kommt er! BITTE NICHT!!! Doch er kommt. "Hier seit ihr ja!" er lächelt, ich hab Angst! "Komm mein Engelchen, komm zu Papi!" Hab solche Angst! Er hebt mich hoch, hebt mich einfach hoch, will das doch nicht. Lasse meinen Bruder nicht los, klammere mich an ihm fest. Bitte nicht loslassen, lass mich nicht allein. Er kann sie lesen, meine Gedanken, ich weiß es genau. und er lässt nicht los, seine kleine Hand umklammert meine ganz fest. Nicht loslassen! Doch Papa ist stärker er zerschlägt unsere Hände, ich will sie wieder greifen, lass mich nicht allein, bitte! Ich weine, schreie, will nicht! Er weint auch, guckt mir nach, uns nach, Papa und mir. Er zittert, er weint, er schreit meinen Namen. Schreit Papa an! Was sagt er? Ich verstehe es nicht, ich höre seine Worte nicht, er bewegt doch seine Lippen, warum höre ich seine Worte nicht??? Was sagt er, will wissen was er sagt! Sehe ihn nicht mehr, die Tür geht zu, hinter, mir, hinter uns. Bin ja auf Papas Arm. Wir gehen ins Schlafzimmer, will nicht! BITTE! Hab Angst, er lächelt. Freut sich, es macht ihm Spaß. "Nicht weinen, Engel" sagt er "Bin doch jetzt bei dir, bin doch lieb zu dir, sei du doch auch lieb zu mir!" Kann nichts machen, kann mich nicht wehren. Er streichelt mich, will das nicht, nicht an diesen Stellen, warum streichelt er mich da? "Nein!" flüstere ich immer wieder. Kann nix machen, bin doch so klein, zu klein. Muss lieb sein, sein Engel sein, hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! Er küsst mich, überall, will das nicht, nicht an diesen Stellen. Weine, sie tun weh, die Tränen, sie brennen wie Feuer. Warum da? Warum an diesen Stellen? Muss ihn auch küssen, warum? Will das nicht! Muss ihn küssen, überall! "Komm, sei mein Engelchen, sei lieb zu Papi!" Will lieb sein, will sein Engel sein, hab ihn doch lieb, er hat mich doch auch lieb, oder!?! Ja, ist doch mein Papi. Jetzt legt er sich auf mich, er ist schwer, so schwer. Er wiegt so viel, kriege keine Luft. Gleich passiert es wieder, gleich tut es weh, nein, will das nicht. Es tut so weh. Es macht ihm Spaß, er mag es, es gefällt ihm. Er küsst mich, immer wieder. Auf und ab, wie bei "Hoppe-Hoppe Reiter". Ich mochte dieses Spiel, früher, als er das noch nicht machte, ja da mochte ich es, jetzt nicht mehr, jetzt hasse ich dieses Spiel, mag es nicht mehr spielen auch nicht im Kindergarten. Er macht komische Geräusche, es tut so weh. Es wird immer doller, immer schneller. Bald ist es vorbei. Wo ist Danny? Will zu meinem Bruder. "DANNY!" schreie ich in Gedanken, er hört es, ich weiß es genau, kann seine Gedanken lesen. Was ist nur los? Sehe mich, nein uns Papi und mich, von oben. Es sieht komisch aus. Es passt nicht zusammen. Er ist viel zu groß, ich bin zu klein, es passt nicht zusammen. Er macht komische Bewegungen. Seine Augen, er sieht glücklich aus. Will tot sein, so wie Putzi unser Wellensittich, der schläft jetzt auch, für immer. Will auch schlafen, für immer, nie wieder aufwachen, tot sein. Aber er ist glücklich, er ist froh. Papa macht es Spaß, muss lieb sein! Und dann, dann stöhnt er ganz laut. Es ist vorbei. Es tut so weh! Er gibt mir noch einen Kuss "Warst ein lieber Engel, der liebste Engel den es gibt!" flüstert er mir zu. Es tut so weh. Es blutet, ich blute! Warum? Was ist passiert? Verstehe es nicht! Warum??? Ich mag es nicht, will das doch nicht. Hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! "Es ist normal." hat er gesagt, immer wieder, es ist normal. Glaube ihn, er ist ja groß, ist erwachsen. Erwachsene haben immer Recht, bin doch nur ein Kind. Hab Miriam im Kindergarten gefragt, sie hat gesagt, ihr Papa macht es auch mit ihr. Aber es tut so weh, es blutet. Frage mich immer wieder, warum? Wo ist Mama, warum macht sie nichts dagegen? Sie weiß es doch! Sie hat uns doch gesehen, als er, als wir! Beim letzten mal. Sie hat nichts gemacht, nur geguckt. Nichts gesagt, stand nur in der Tür. Er hat sie angeschrieen, warum schreit mein Papa meine Mama an? Dann ist sie gegangen, hat nichts gesagt, nie. Kein Wort, nur, das ich nichts sagen darf, Niemandem, niemals! "Es ist normal." hat sie gesagt. Muss das glauben, will ja lieb sein, ein Engel sein! Laufe zu Danny, er hält mich fest! "Hast du Aua?" fragen seine Gedanken, ich muss weinen! Er hat auch Aua! Er spürt das Selbe wie ich, jedes mal. Spürt immer wenn ich Aua habe, genauso doll wie ich. Er nimmt mich in seine Arme, seine kleinen Arme, sind doch noch so klein, so schlafen wir ein, Arm in Arm in der Ecke, ganz allein, wo ist Mami? Frage mich immer und immer wieder "Papi, warum? hab dich doch so lieb, will doch dein Engel sein, Papi warum? WARUM?" Will tot sein, wie Putzi, für immer schlafen, wie Putzi, tot sein....





Andy schaute kurz noch einmal auf sein Tacho, bevor er langsamer wurde: 79 innerhalb einer Ortschaft. das vierte mal in gleicher Anzahl von Monaten. Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden?
Als er sein Auto auf 10 km/h abbremste fuhr Andy rechts ran. Lass den Polizisten doch wieder einmal herum motzen über seinen Fahrstil. vielleicht würde ein noch schnellerer Autofahrer an ihnen vorbeiflitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hätte.
Der Polizist stieg aus seinem Auto aus, mit einem dicken Notizbuch in der Hand. Der Polizist war Christian? Christian aus der Kirche? Andy sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein Christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Einen Typen, der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro. Einen Typen, der morgen Golf spielen wollte. Als er aus seinem Auto sprang erblickte er den Typen, den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte erst nur den Mann in Uniform gesehen. "Hallo Christian. Komisch, dass wir uns so wieder sehen!" "Hallo Andy." Kein Lächeln. "Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen!" "Ja, so ist das." Christian schien unsicher zu sein. "Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch, dass ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe." Andi schoss einen Kieselstein an die Bordsteinkante. "Martina erwähnte etwas von Roast Beef und Kartoffeln heute Abend. Verstehst du?!", "Ich weiß, was du meinst. Ich weiß auch, dass du ein Gesetz soeben gebrochen hast."

Aua. dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern. "Bei wie viel hast du mich erwischt?", "70! Würdest du dich bitte wieder in dein Auto setzen?" "Ach Christian, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort gecheckt, als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt!" Andy konnte mit jedem Strafzettel besser lügen. "Bitte Andy, setz dich wieder in dein Auto." Genervt quetschte sich Andy durch die noch immer offene Türe. Ein Knall. Türe zu. Er starrte auf sein Amaturenbrett. Christian war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Christian nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würde einen Monat an Sonntagen vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde. Christian klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Andy öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Christian gab ihm den Zettel durch. "Danke." Andy konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Christian setzte sich wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Andy wartete und schaute durch seinen Spiegel zu. dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten? Hey! Warte mal! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel.

Andy las:
"Lieber Andy, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie Sechs Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu können. Alle drei konnte er wieder lieb haben. Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. 1000 mal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. 1000 mal habe ich gedacht, ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte Vorsichtig, Andy. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Christian."
Andy drehte sich um und sah Christian´s Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter. Andy schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Erst ganze 15 Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest.

Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Dies ist eine sehr wichtige Nachricht, bitte gib sie weiter an alle anderen Freunde. Fahr Vorsichtig und mit Verständnis andren gegenüber.
Vergiss nie, Autos kann man wieder kaufen - so viele man will.
Menschenleben jedoch nicht ...

Vielen lieben dank das ihr euch die zeit genommen habt um diese geschichten/schicksale zu lesen...



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