Liebe ist...
Melancholie

Wenn ich mich in einem Buch verliere, gebe ich auf, was ich denken sollte und fühle, was ich fühlen will.

In dem Moment, als ich "Biss zum Morgengrauen" aufschlug, habe ich dich wieder gespürt. Wie du so lange weg warst und als "Edward" wieder aufgetaucht bist.
Nicht als Vampir, nicht ansatzweise so tragisch. Doch das Gefühl war dasselbe. Ist dasselbe. Und ich legte das Buch nicht aus der Hand. Hatte mich doch so gewehrt gegen den ganzen "Vampirquatsch", von dem ich gehört hatte.
Hatte doch nicht gerechnet damit, dass DU plötzlich wieder in meinen Gedanken wärst. So lange habe ich es ohne dich ausgehalten. So lange jede noch so kleine Gehirnwindung von dir zu befreien versucht. Und die Melancholie verschwand mit dir. Es war nicht erfüllender, ohne den Gedanken an dich zu sein. Aber ich konnte besser atmen, schöner lachen und glücklicher sein.
Mit dem Buch, mit dir, ist die Melancholie zurückgekehrt. Und ich halte sie fest, klammere mich daran, weil sie für mich DU bedeutet. Weil ich dich lange vermisst habe. Zu lange schon.
Und ich mache mich auf die sinnlose Suche nach dir. Ich weiß, du hast deine Zelte hier abgebrochen und ich finde dich nicht. Nur, wenn du selbst es willst, werden wir uns wieder haben. Nur, wenn du mich suchst, wirst du mich finden.
Und da du mich nicht suchen wirst, lade ich die Melancholie stellvertretend für dich ein, einen Moment zu verweilen.

Aber die Melancholie ist nicht annähernd so warm, wie du. Fühlt sich nicht annähernd so an. Sie kann mir auch nicht den Blick in deine warmen Augen ersetzen, wenn wir stundenlang geredet haben.

Nein, die Melancholie ist nicht einmal halb so schön, wie du. Nicht einmal halb so wunderbar.

Doch sie ist alles, was ich haben kann. Solange, bis du mich suchst.
8.8.10 21:06
 


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