Liebe ist...
Was weh tut...

Weisst du, was weh tut? Ein Schlag ins Gesicht, eine Faust im Magen. Deine Füße auf meinem Rücken.

Schmerz.

Es tut weh, dass es ist, wie es ist.

Dass du weg bist, das tut weh. Ein bisschen noch. Nicht mehr viel. Das darf auch langsam nicht mehr weh tun.
Dass wegen dir die Welt sich anders herum dreht, das tut auch weh. Irgendwie.

Das Licht tut manchmal weh. Das Licht, das dich und mich verbunden hat. Die Musik von damals, sie schneidet tiefe Wunden in meine Arme. In meine Ohren. Nicht zuletzt in mein Herz.

Dich zu sehen, das tut weh. Dich nicht zu sehen, schmerzt tausendmal mehr.
Dich zu hören, das tut weh. Nicht zu wissen, wo du bist und was du machst, tötet mich.

Ich schaffe es aber. Ich komme damit zurecht. Man könnte auch sagen, es berührt mich nicht mehr.

Doch, zu sehen, wie sehr du sie magst, welche Geheimnisse du mit ihr teilst... das bricht mir das Herz.

Ja, wirklich. Zu wissen, dass du sie liebst, das tut weh.

Und am meisten schmerzt der Satz der anderen.

Sie ist, wie du.

6.8.10 22:20


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Gedanken von dir an mich...

"..und wie ich dich sah, so wunderwunderschön wie damals, da hat es mich umgehauen..." schreibst du.Ich sitze vor dem PC. Im Aschenbecher liegen 10 Kippenreste. Ich trage meine Lieblingssocken (die mit Snoopy drauf) und eine Boxershorts. Eine, die du mir mal geschenkt hast. Damals.
Ich trage deinen Pullover. Der, den du bei mir gelassen hast. Weil ich ihn so schön fand.
Du hast ihn bis heute nicht abgeholt.
Unbewußt folge ich noch dem alten Muster. UNSEREM alten Muster. Dabei gibt es schon lange kein "Uns" mehr. Nur noch ein "Wir hören voneinander, wenn es die Zeit zulässt....".
Aber dein Pullover erinnert mich immer ein bisschen an dich. Auch wenn er nicht mehr nach dir riecht. Damals hat er nach dir gerochen. Und tief in mir drin ist dieser Geruch auch immer noch da. Neben mir. Hinter mir. Vor mir. Umarmt mich und lässt mich gar nicht los.
Tief in mir drin bist du noch immer da.
In der Realität bist du weg.
Und du kommst nicht wieder.
Zu weit weg.
Ich saß eigentlich nur so am PC, weil ich nichts zu tun hatte. Es war spät. 02:36 Uhr.
Ich guckte E-Mails nach. Mir ist deine Mail nicht sofort aufgefallen. Hatte ja auch nicht damit gerechnet. Aber dann habe ich sie entdeckt.
"Subject: Wie ich meinen Kopf verlor...."
Ich sah auf die Uhrzeit. Gesendet am 28.08.2009, 02:32 Uhr.
Mein Herz raste. Du saßt in genau dieser Minute wahrscheinlich noch vor deinem PC. Hast vielleicht auf Antwort gewartet. Du weißt, dass ich, wenn mir langweilig ist, an den PC gehe.
Ich begann, zu lesen:
"Hallo, mein Schmetterling *g*
Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll und was ich eigentlich mit dieser Mail bezwecken will... Aber ich musste dir schreiben. Verstehst du das? Ich musste.
Du weißt es nicht, aber ich habe dich gesehen, heute Nachmittag."
Rückblende: Was hatte ich Nachmittags getan? Wo war ich gewesen? War ich allein unterwegs? Wo war ich?!
"Du bist da gesessen, an diesem See auf diesem einen Stein und hast ganz traurig ausgesehen. Ja, und wie ich dich sah, so wunderwunderschön wie damals, da hat es mich umgehauen! Ich meine, da warst du plötzlich wieder. Einfach da. Ohne Vorwarnung. Ich hatte sofort die Bilder von damals wieder im Kopf. Dich. Uns. Deine Augen. Gott, deine Augen! Deine wunderwunderschönen Augen! Die so strahlen konnten....!
Aber auch deine Tränen und deine Verzweiflung hatte ich im Kopf. Deine Resignation zuletzt. Dein Unglück. Und ich bin damals Schuld daran gewesen. Ich habe dich zerstört. Ich habe dir dein Glück genommen. Denk bitte nicht, ich würde das vergessen haben. Habe ich nicht. Werde ich nie. Deshalb habe ich dich einfach nur beobachtet.
Waren das Tränen in deinen Augen oder kam das vom Wind? Ich weiß nicht, aber ich habe immer gedacht, du wärst glücklich, jetzt. Ich habe immer geglaubt, du wärst einfach nur überglücklich.
Schmetterling, wenn irgendwas ist, dann musst du mir das sagen. Schreiben. Ich bin doch da für dich!
Du bist der wichtigste Mensch für mich. Und ich liebe dich. Immer noch. Das wird nie aufhören. Nie!
Meld dich....!"
Ich saß immer noch an meinem PC, noch immer den vollen Aschenbecher neben mir. Es war inzwischen. 02:50 Uhr.
Ich schloß das Fenster, fuhr den PC runter.
Dein Pullover schloss sich warm um mich, ließ nicht los. Ich kroch in mein Bett und weinte.

Ich war nicht am See. Du hast mich verwechselt....
26.9.09 12:25


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